KALA BRISELLA

KALA BRISELLA

KALA BRISELLA

Mit ihrem Debütalbum “Endlich Krank” fangen Kala Brisella da an, wo jede andere Post-Punk / Noise-Rock-Band erst nach ein paar Alben ankommt. Sie sind wuchtig und laut, unbequem, getrieben und genervt und ihre Songs stecken voller Frustration, Wut und Aufbegehren, doch finden sie immer wieder zu einer entschleunigten Dichte, die umso mehr Druck entfaltet. Die Songs sind voller Leben, sie schwanken in alle Richtungen, verwandeln sich von Punk in Postrock, Indie und Pop. „Endlich Krank“ steckt voller Genreuntreue.

Kennengelernt haben sich Jochen Haker (Gesang, Gitarre), Dennis Deter (Bass) und Anja Müller (Schlagzeug, Gesang) im Jahr 2014 während einer gemeinsamen dreimonatigen Theaterproduktion am Freiburger Stadttheater. Damals noch fest am Theater arbeitend wurde Jochen Haker von höheren Mächten als Licht und Sounddesigner für die aus Berlin angereisten freien Künstler (Choreografen und Performer) Dennis Deter und Anja Müller zum Dienst eingeteilt. Dieser schicksalshafte Dienstplan änderte für alle alles. Tagsüber Theater, Nachts Musik. Zum ersten Mal Schlagzeug spielen bzw. auf Bass umlernen. Nach selbstorganisierten Touren und einer ersten EP („Bilder“, Coszma Records, 2015) nahmen sie im August 2016 in den Kellerräumen einer alten Druckerei in Berlin-Wedding gemeinsam mit dem Produzenten Tadklimp (Fenster, Saroos, Oum Shatt) in elf Tagen live auf. Gemastert wurde von Ralv Milberg (Die Nerven, Karies, Human Abfall).

„Endlich Krank“ also, mit sehr viel Erleichterung. Ob nun der Blick auf die Weltnachrichten oder die unablässigen Anforderungen und Selbstoptimierungen (immer neu immer fresh): Alles macht krank und es bleibt nur die Freude an den Beschwerden. Mal Pause machen können, sich verweigern und krankfeiern – nicht nur im Titelsong. Hoffnung auf Besserung gibt es hier nicht mehr: “Wir sagen immer 'es wird schon werden', doch ich weiß nicht warum” (Alles zerreißt).

Auch das Romantisieren von Jugenderinnerungen klappt nicht mehr, wenn es in Kids heißt “Und die Kids auf den Dächern spielen das Spiel, das sie erschaffen hat, mit den Flaschen in der Nacht” und der Text am Ende seine eigene Wiederholung einleitet – alles geht von vorne los, immer weiter, alles wie gehabt. Immer wieder, kein Entkommen. Ein Jammertal. Und ein Album voller Teenage Angst, mal mit Stinkefinger wie in Braun oral oder Wenn du sprichst, mal mit den ganz großen Fragen und dem resultierenden Überfragtsein: “Wie soll ich frei sein, wenn ich es muss? (...) Ein uralter Wille, der sich nie erfüllt. Ich möchte wandern durch die Nacht” (In Meinem Innern).

Kala Brisella haben eine Energie, die ihresgleichen sucht. Denn sie kapitulieren nicht vor dem Ungemach, sie fiebern dagegen an.

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DATES


Date Country City Venue
Dec 04, 2017 DE Berlin Lido

# w/ LeVent, presented by Radio Eins & Ask Helmut