SCHOOL OF ZUVERSICHT

SCHOOL OF ZUVERSICHT

SCHOOL OF ZUVERSICHT

Hey Leute von den Medien,

ein Platteninfo ist ein Gebrauchs- & Wegwerftext. Wer tagtäglich Dutzende davon bekommt, lernt schnell, solche Texte zu überfliegen, die wenigen wichtigen Informationen rauszufiltern und weg damit. Weiter unten folgt ein längerer und nicht unkomplizierter Text von Klaus Walter über das neue Album von School Of Zuversicht, es heißt "An allem ist zu zweifeln". Für all diejenigen, die keine Zeit für längere und nicht unkomplizierte Texte haben, hier unser Textbausteine-Schnellservice: Damit könnt Ihr Eure Artikel und Moderationen schreiben, ohne das Album hören zu müssen:

„Nach zehnjähriger Auszeit melden sich School Of Zuversicht mit neuem Album zurück…Urgestein der Hamburger Szene… Corona in Bohemia… Pionierin der Hamburger Schule…noch mal ganz neu erfunden…Lana Del Rey…Queen Of El Lay…Gendertrouble…wichtige Stimme des Diskurspop…aus dem Umfeld der Hafenstraße…gehören zum Inner Circle des legendären Pudel Club…St.Pauli…Kiez…Rote Flora…Pet Shop Girls… Richard von der Schulenburg…Mittekill…Tillamanda…Zadie Smith…

Gentrifizierung…Widerstand…Hausbesetzer…Kultfigur…sexy vocals… schräger Humor…ewig unterschätzt…Kapitalismuskritik…Auswüchse des Kapitalismus…Kapitalistischer Realismus…Billie Eilish… Geflüchtetenproblematik…neoliberale Exzesse…Cut & Paste…Cut up…denglish…Popfeminismus…Erobique…Ruth May…Pantha Du Prince…Tocotronic…Blumfeld…Ted Gaier…undogmatisch…humorlos…humorvoll…ausgestreckter Mittelfinger…politische Musik auf der Höhe der Zeit…Lost in music“

Caught in a trap
Von Klaus Walter

„Die Arbeitsweise ist die gleiche geblieben, die Kritik an den Verhältnissen ist aber etwas subtiler geworden.“ Sagt DJ Patex aka School Of Zuversicht über ihr neues Album "An allem ist zu zweifeln". „Randnotizen From Idiot Town“, das erste Album von School Of Zuversicht erschien im Januar 2010. Zehn Jahre später nun also dieser seltsam über Eck formulierte Imperativ: "An allem ist zu zweifeln." Der klingt harscher und kategorischer als Tocotronics präsidial abgewogenes „Im Zweifel für den Zweifel“, was möglicherweise daran liegt, dass er von Karl Marx stammt. „Es geht um das Prinzip des Anzweifelns, nicht des Verzweifelns an der Welt,“ sagt Patex, und weiter: „Um mit diesem Zweifel Dinge produktiv neu zu denken. Eine genuin künstlerische Eigenschaft, die im besten Fall in neuen Entwürfen oder (realen) Utopien mündet. Mit Buckminster Fuller: `You never change things by fighting the existing reality. To change something, build a new model that makes the existing model obsolete.´"

Die Kritik an den Verhältnissen mag etwas subtiler geworden sein, an Idioten mangelt es auch auf dem neuen Album nicht. Den „Idiots of emotion“ aus

„Randnotizen From Idiot Town“ folgt diesmal „Salon der Idioten“, ein sieben Minuten-Puzzle aus Bass, Pfeifen, Hi Energy und einem Gesangsdialog zwischen DJ Patex und ihrem langjährigen Spielkameraden Knarf Rellöm. „You‘ve got no fire anymore, You‘re a cheerful soul” wiederholt Patex zu einem von künstlichen Bläsern und dem wiederkehrenden Pfeifenchor planningtorockesk hochgetuneten Housetrack, bevor Knarf Rellöm im höchsten Falsett, das ihm zur Verfügung steht, mit einer Sylvester / Jimmy Somerville Impersonation antwortet: „Ihr habt kein Feuer mehr, im Kopf und im Herz“, worauf wiederum Patex erwidert „You‘re a cheerful soul“. „Cheerful soul“ übersetzt der Dictionary als „muntere Seele“, „fideles Huhn“ oder einfach: „Frohnaturen“. Bei 6.53 Minuten, du dachtest gerade, dass Falsetto Rellöm zu „Love to love you Baby“ rüberwechselt, verschwindet die Musik, bevor Knarf Rellöm mit allem Weltekel, der ihm zur Verfügung steht (und das ist nicht wenig) ohne Falsett deklamiert: „Ihr seid einfach scheiße Frohnatuuuuuuuuuuuuaaaaaaaaaaaahhhhhn.“

So endet „Salon der Idioten“.

„Wie der Vorgänger ist `Salon der Idioten´ eine Kritik an den vorgefundenen Verhältnissen, das Ich und die Welt, die Idioten, von denen man manchmal selbst einer ist,“ sagt Patex.

Die Idiot Town von 2010 ist zehn Jahre drauf zum Salon geschrumpft. Sind nicht mehr die anderen die Idioten, sind die Idioten jetzt unter uns, unsere Folks in unserem Salon? Die sich wie Rebels For Life fühlen, wenn sie Masken verweigern und Bill Gates zur Hölle wünschen. Die auf muntere Seele und fideles Huhn machen und so kaschieren, dass sie kein Feuer mehr haben? Wo es doch wenig Gründe gibt, die Frohnatur zu performen, zehn Jahre nach Idiot Town. So könnte es gewesen sein, aber wie immer unterläuft die Musik eine Vereindeutigung, deswegen hören wir ja Musik und lesen keine Pamphlete. Ohne unzulässig vereindeutigend zu interpretieren darf die anhaltende Anwesenheit von Idioten im Werk von School Of Zuversicht aber schon als Indiz für anhaltendes Nichteinverstanden sein mit den Dingen wie sie sind gewertet werden, glaube ich. Also im Sinne von: Idioten rule the world und sorgen dafür, dass mein Leben nicht munter, fidel und froh ausfällt. Für diese These spricht, dass ähnliche Idioten auch im engeren künstlerischen Umfeld von School Of Zuversicht anzutreffen sind. Die Rede ist hier nicht von Dostojewski, Dylan, Sartre und Iggy Pop, auch nicht von Britta, Die Sterne und Die Regierung, die alle ihre Idioten hatten. Eher von Guz (r.i.p.) und seinem „Idiotental“ und von Avanti Knarf Rellöms „Der Idiot“.

Auf „Salon der Idioten“ folgt der Neo-New Wave Hit des Albums, überhaupt der Hit, auch der Dylan-Hit. Wieder Idioten am Start. Der Song trägt den Supertitel: „Nur weil du mir deine Wunden zeigst, bist du noch lange nicht mein Heiland.“

Dass die Gitarre zunächst nach Grauzones „Eisbär“ klingt (oder nach Devos „Mongoloid“?), sollte niemanden abschrecken, wie überhaupt durch das Droppen von Referenziertem, Zitiertem, Bezugspersonen, Idolen, Anti-Idolen usw nicht der Eindruck entstehen sollte, dass es sich hier um ein Album handelt, das nur verstehen und lieben kann, wer 500 Semester Diskurspop Academy in den Knochen hat. Nicht nur die Gedanken, auch die Ideen sind frei im Pop – idealerweise. Klar, es gibt Anwälte, Makler, Manager und Henker, deren Beruf und mitunter Berufung es ist, diese Freiheit zu vernichten. Unterdessen floaten die Ideen auf "An allem ist zu zweifeln" asymmetrisch, asynchron, ahistorisch, ungleichzeitig. Oder: „Die Idee ist also nicht neu. Aber es kommt sowieso nicht darauf an, etwas zum ersten Mal zu machen (es gibt immer irgendwo jemanden, der etwas schon früher zum ersten Mal gemacht hat). Nein, es kommt darauf an, etwas im richtigen Moment zu machen!“ (Knarf Rellöm, „Wir müssen die Vergangenheit endlich Hitler uns lassen“ 2020, Ventil Verlag).

„Nur weil du mir deine Wunden zeigst, bist du noch lange nicht mein Heiland.“ DJ Patex wiederholt diese „Bild´ dir bloß nichts Falsches ein“-Catchphrase mit jener gerecht-verächtlichen, desillusionierenden Herablassung, die Bob Dylan 1965 in diese Zeile legte: „You've got a lotta nerve to say you are my friend, When I was down you just stood there grinnin´“. „Positively 4th street“ war einer der ersten direkt an ein Gegenüber gerichteten Diss-Rants im Rock, hey Du bist gemeint, ein Song, auf den sich Joni Mitchell – die ihn liebt - und Ted Gaier einigen können: „Die Arroganz der Jugend hat erst mal recht“ (in der Schweizer WOZ im Herbst 2020), diesen Satz könnte Gaier auf „Positively 4th street“ gemünzt haben. Auf „Nur weil du mir deine Wunden zeigst, bist du noch lange nicht mein Heiland“ passt er auch. Aber nur auf den ersten Blick, denn hier ist ja keine Jugend am Werk. Zwar nehme ich Patex auf Anhieb ab, dass ihr arroganter Gestus jede Berechtigung hat: „You got a lotta nerve, bild´ dir bloß nichts Falsches ein“. Allerdings ist Patex-Heiland-Zeile tatsächlich nur ein Zitat der Arroganz der Jugend, eine eingeübte und in ein gewisses Alter mitgeschleppte, konservierte Abgrenzungs-Attitude, von der man – wir? – uns ungern trennen, even when we´re sixty four. Weil die Idioten ja auch nicht aufhören, Idioten zu sein. Apropos Attitude. Auf Facebook, der Pinnwand der Kalendersprüche kam mir gerade das unter: “Punk rock isn´t something you grow out of. Punk rock is an attitude, and the essence of that atttitude is `give us some truth´.” Hat Joe Strummer gesagt, r.i.p. seit 2002.

Wenn man den ROCK aus dem Satz streicht, dann gibt er die Attitude von "An allem ist zu zweifeln" ganz gut wieder, was ist Zweifeln anderes als Truth geben? Aber aus dem Mund des alten Sozialromantikers Joe Strummer klingt die Parole auch ein bisschen ranzig, nach „Für immer Punk“. Weil eben an allem zu zweifeln ist, auch an Attitudes, aus denen man angeblich nie rauswächst. Auf diesem Glatteis der Widersprüche bewegt sich School Of Zuversicht.

„Ich möchte auf den Knien meines Schmerzens gehen und auch die Zungen deines Herzens will ich spüren. Mit wunden Füßen bin ich auf dem Weg nach oben, um die Idioten und die Deppen dort zu loben“, so formuliert Patex den quasi Grundwiderspruch des Albums, dazu kratzen Gang Of Four-Gitarren (Sometimes I'm thinking that I love you, but I know it's only lust). Damit sind wir im Zentrum von "An allem ist zu zweifeln", im Herz der Finsternis auch, irgendwie. Play loud!

„Warum ist es nicht das Normalste der Welt, wenn eine Band (…), deren Anglophilie ihrer Liebe zu Pop entstammt, sich in englischer und deutscher Sprache – in Germanaustriaenglish – artikuliert?“ Schrieb ich 2011 über Ja,Panik und zu den Germanenglish sich Artikulierenden, die in diesem Text genannt wurden, zählen neben Rolf-Dieter Brinkmann (Godzilla), Peter Brötzmann (Machine Gun), Die Goldenen Zitronen (Economy Class) und Kristof Schreuf (Bourgeois with Guitar), Blumfeld (Old Nobody) auch School Of Zuversicht mit ihren „Randnotizen From Idiot Town“. "An allem ist zu zweifeln" nutzt die Schönheiten und Potentiale des Germanenglish noch ein bisschen mehr als das erste Album, besonders schick im Singjay-Format, also deutsch Sprechen über bzw. gegen englisch Singen und vice versa, eine Disziplin, die DJ Patex mit Knarf Rellöm über die Jahre perfektioniert hat: Lieblingszeile: „Erinnerung is just a trick“ aus „Hinter dem Hügel“, dem Pet Shop Girls-Hit aus dem Album mit dem never being boring melo-euphorischen Refrain:

„Hinter dem Hügel
wachsen uns Flügel
haben wir uns aufgemacht,
Um immer die Sonne zu sehen.“

„Erinnerung is just a trick“, sie trickst dich schon mal aus.

Patex: „Die Übergänge von Cover zu Sample zu `eigenem´ Song schwer zu differenzieren. Die Musik `ist ein Gewebe aus Zitaten verschiedener Stätten Kultur´, welches sich erst im Hörer zusammensetzt, frei nach Roland Barthes. Und wir sind nichts weiter als Zwerge auf den Schultern von Riesen - in diesem Sinne ist alles nur geliehen und neu zusammengesetzt. Deswegen auch der Name School of Zuversicht als künstlerische Praxis und kein DJ Patex Album.“

In diesem Sinne könnte man die Eingangssequenz von „Lost in Music“ als Variation von oder als Meditation über „We were never being boring“ hören. Ja, es ist DAS „Lost in Music“ von Sister Sledge und The Fall. School Of Zuversicht haben dem Song eine Ouvertüre von 140 Sekunden vorangestellt, in der sie zum Riddim von „Psycho Killer“ (Talking Heads) siebenmal wiederholen:

“We‘ re so sorry
We Can’t stop
The affinity to Pop,”

Dann kommt Patex zur Sache: We´re lost in music, caught in a trap, no turning back. Einmal verloren in der Musik gibt es kein Zurück mehr.

Frage an DJ Patex: „Kleines Spiel: Wo würdest du „Lost in music“ auf der Skala zwischen Sister Sledge und The Fall einordnen – ich liebe beide Versionen. Also Sister Sledge=100, The Fall=0.“
Antwort: „Ich mag auch beide Versionen, aber wenn ich mich entscheiden muss, gebe ich eine 85!“

“We‘ re so sorry
We Can’t stop
The affinity to Pop.”

Singen Patex & Knarf im Chor wie einst die Mamas & Papas: Make your own kind of music, sing your own special song. Wir können nicht einfach aufhören mit unserer Popliebe, auch wenn uns alle sagen, dass es doch auch mal gut ist, dass wir allmählich zu alt sind für diesen Quatsch, von wegen Arroganz der Jugend. Die affinity to Pop dient hier als Gegenentwurf zu den Idiot Towns und den Salons der Idioten, oder wenigstens als Rückzugsraum vor diesen. Es gibt eigentlich keinen Grund, sorry zu sein. Neben der (Selbst)Behauptung oder dem Wunsch, sich mit der affinity to Pop der Schwerkraft der Idiotenwelt entziehen zu wollen und zu können, kommt aber auch der Widerspruch zum Vorschein, der in dieser Lost in Music-Ouvertüre begraben ist: Wir können nicht aufhören mit unserer affinity to Pop, obwohl wir wissen, dass wir damit nicht ewig weitermachen können, dass das am Ende brotlose Kunst ist, wie der kapitalistische Realismus sagen würde (und die Özil-Hater mit ihren deutschen Tugenden). Je älter wir werden, desto schwieriger wird das mit der Drohung & Hoffnung, die Westbam & Goetz schon im letzten Jahrhundert formuliert hatten: „We´ll never stop living this way.“ Schön wärs.

Nach der Ouvertüre legen School Of Zuversicht, sorry für den corny Joke, alle Zuversicht in ihre Disco 2020-Version von einem der drei tollsten Musik-über- Musik-Stücke ever. Und lassen es enden in einem der dreiunddreißig tollsten Disco-über-Disco-Stücke ever. „Lost in music“ trudelt langsam aus und ebenso langsam trudeln die somnambulen E-Piano(??)-Akkorde ein, mit denen „From Disco To Disco“ anstolpert, der Numero Uno in Italien-Hit von Whirlpool Productions. „Die Whirlpoolidee ist von Richard von der Schulenburg“, schreibt Patex. Richard von der Schulenburg, einer aus dem hamburgischen Freundeskreis aus Musiker:innen, die mit DJ Patex School Of Zuversicht bilden.

„School of Zuversicht ist keine Band, sondern ein offenes, kollektiv angelegtes Bezugssystem rund um DJ Patex, die dabei nicht als Kopf auftritt, sondern Kräfte bündelt.“ So stand es in der S.O.Z.-Selbstauskunft 2010, an dieser Spielanordnung hat sich bis heute nicht viel geändert. „Produzenten sind Friedrich Mitte Kill Greilling, Carsten "Erobique“ Meyer, Joachim Schûtz und Manuel Scuzzo, die anderen sind Mitmusiker*innen, wenn man das überhaupt so trennen kann“, schreibt Patex. Die anderen: Ruth May, Tillamanda, Plemo, Lisa Grabe, Eva Hörpel, Pantha du Prince.

Wer diese Leute kennt, macht sich das richtige Bild vom eklektischen, genresouveränen, vielseitigen Spirit des Albums: "An allem ist zu zweifeln".

Von diesem Spirit und von Selbstbewußtsein zeugen auch die beiden Coverversionen. Den konträr-komplementären, quasi bipolaren „Lost In Music“-Fassungen von Sister Sledge und The Fall ist eigentlich nichts hinzuzufügen, hier die Chic-Eskapismus-Discotopia, dort die Mark E.Smith-Sackgassen-Dystopia. Trotzdem fügen School Of Zuversicht ihre kommentierende Ouvertüre hinzu und verschaffen dem Song einen neuen Kontext. Sie versehen – bei aller musikalischen Euphorie – das hedonistisch-eskapistische „feel so alive, quit my nine to five“ mit Fragezeichen: Wie alive fühle ich mich im prekären Künstler:innenleben? Welches nine to five sollte ich hinter mir lassen? Wäre ich nicht gerade froh, irgendwo ein nine to five ergattern zu können? Zumal jetzt, wo du ziemlich lost bist, wenn du dich auf die Musik verläßt. Ja, banal genug, "An allem ist zu zweifeln" ist auch ein Corona in Bohemia-Album geworden, oder kann nicht anders gehört werden.

Als wäre „Lost In Music“ nicht schweres Zeichen genug zum covern läßt sich DJ Patex am Ende noch mit dem größten Hit von Lana Del Rey ein, der Queen Of L.A. (Die Queen Of El Lay ist übrigens Joni Mitchell, den Titel verdiente sie sich mit der Wahl (und der Zahl) ihrer Lover: David Crosby, Leonard Cohen, Graham Nash, James Taylor, Jackson Browne, David Geffen, Jaco Pastorious, begabte Schlagzeuger & many more. So stehts in David Yaffes Mitchell-Biografie, die sich als flankierend-kommentierende Lektüre zum Schreiben dieses Textes bewährt hat, solche Dinge passieren. I´ve looked at clouds from both sides now. Ob Lana Del Rey sich nach der Queen Of El Lay benannt hat, steht nicht im Buch). Ausgerechnet Lana Del Rey, die umstrittenste, meistgehaßliebte Pop-Persona diesseits von Kanye West? Ausgerechnet „Video Games“ dieser Hollywood-Schmachtfetzen?

Was sagt Patex?

„Lana del Rey fasziniert mich als popkulturelle Kunstfigur, das Cover „Video Games“ versucht ihren grotesk anmutenden Liebeswahn musikalisch aufzublasen um ihn mit einem „Fuck you“ die Geister hinfort zu jagen, vielleicht kann man dies auch exemplarisch für die Arbeitsweise von School of Zuversicht sehen: Pathos und Brechung, Aneignung und Rekonstruktion, Humor und Zweifel.“

Und es funktioniert, Dub und Echo helfen bei der Balance von Pathos und Brechung. Und das letzte Wort von Patex: „Fuck you!“

Fuck you! Fuck you 2020! (Scooter)

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(c) Harald Popp

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