HENDRIK OTREMBA

HENDRIK OTREMBA

HENDRIK OTREMBA

Hendrik Otremba: Kachelbads Erbe (Roman, Hoffmann und Campe im August 2019)

»Dieser Roman ist aus dem leuchtenden Stoff, aus dem Weltliteratur entsteht: Faszinierendes Gedankenspiel, Wissenschaft, Poesie, Philosophie, Magie.« Marion Brasch

Los Angeles, Mitte der 1980er Jahre. Der deutsche Auswanderer H.G. Kachelbad friert für das kryonische Unternehmen Exit U.S. Menschen ein, die in ihrer Gegenwart nicht mehr leben können. Bald scharen sich ein abgehalftertes Schriftstellergenie, eine ukrainische Wissenschaftlerin, ein vietnamesischer Auftragskiller und andere skurrile Gestalten um Kachelbad. So unterschiedlich ihre Motivationen auch sind, alle »kalten Mieter« hegen die Hoffnung, eines Tages wieder auf getaut werden zu können. Vom jüdischen Wien der Jahrhundertwende bis ins schwule New York der frühen 1980er Jahre nimmt uns Hendrik Otrembas zweiter Roman mit auf eine Reise in die Vergangenheit, um über die Zukunft nachzudenken. Kachelbads Erbe ist ein mitreißendes Gedankenspiel, ein Experiment mit Erzählinstanzen, ein sorgenvoller Blick in die Zukunft der menschlichen Zivilisation – und reflektiert zugleich die Möglichkeiten der Literatur, ins Jenseits zu reichen. Vor allem aber erzählt der Roman eine große Liebesgeschichte.

»Ein Plädoyer für eine neue Literatur des Gefühls.« ZDF aspekte

Kurzbiografie Hendrik Otremba:

>Hendrik Otremba wurde 1984 im Ruhrgebiet geboren und lebt heute in Berlin. Er ist Schriftsteller, bildender Künstler und Sänger der Gruppe Messer, außerdem arbeitet er als Dozent für kreatives Schreiben und gelegentlich als Kurator. Als freier Journalist schreibt er sporadisch über Musik. Seine Malereien werden als Plattencover und in verschiedenen Magazinen veröffentlicht und ausgestellt. Mit Messer hat er bisher drei Alben veröffentlicht, zuletzt 2016 »Jalousie«. Im März 2017 ist sein Debütroman »Über uns der Schaum« erschienen, im August 2019 folgte der zweite Roman »Kachelbads Erbe« bei Hoffmann und Campe. Die Arbeit an dem Buch wurde im Jahr 2018 mit dem Arbeitsstipendium für Literatur des Berliner Senats gefördert.

Lesungen:

Hendrik Otremba liest aus seinem zweiten Roman »Kachelbads Erbe«. Für die Lesungen ist das Angebot, was und wie er liest, dabei flexibel: Entweder bringt der Messer-Sänger eine vorbereitete Stelle mit, liest vor, je nach Rahmen szenisch oder ganz nüchtern, spricht vielleicht noch mit jemandem auf der Bühne darüber oder plaudert mit dem Publikum. Oder er erzählt ein wenig über das Buch, das im Feuilleton direkt bei Erscheinen viel Beachtung fand, liest auf Zuruf eine der vielen Stimmen dieses vielschichtigen Romans, lässt das Publikum bestimmen: einen Brief, einen überblickenden Erzähler, Rosary, Shabbatz Krekov, Amelia Morales, Charlotte Weinberg, Ho Van Kim, Yulia Lisovskiy, X … So oder so: eine Lesung ist immer nur ein Ausschnitt, eine Ahnung dessen, was die eigene Lektüre alles hervorbringen kann – mit dem Autor und Musiker Hendrik Otremba jedoch findet sie jenseits des Trotts routinierter Pflichttermine statt. So zeigt eine Lesung aus »Kachelbads Erbe« auf, dass Literatur auf einer Lesebühne heute durchaus Performance sein kann.

Eine besondere Spezialität ist dabei eine mögliche Lesung + Sound: Hendrik Otremba liest aus »Kachelbads Erbe«, während eine befreundete Musikerin oder ein befreundeter Musiker dazu einen immer gänzlich unterschiedlichen, spontanen Klangteppich improvisiert, eine Art Soundtrack zum Buch, einen Score zur Lesung, der das Lesen beeinflusst, das wiederum auf den Klang zurückwirft – passend zur atmosphärischen und bildhaften Sprache des Schriftstellers. Entstanden und dann immer weiter gewachsen ist dieses besondere Lesungsformat, seit Otremba mit seinem ersten Roman »Über uns der Schaum« (Verbrecher Verlag 2017) durch Deutschland tourte, wobei er in jeder Stadt mit anderen Musikschaffenden auf die Bühne ging: Raune, René Huthwelker, Charlotte Simon (les trucs), Andreas Spechtl (Ja, Panik), Khan Of Finland, P.A. Hülsenbeck, Vomit Heat (Oracle etc.), Pogo McCartney (Messer), Performance (alias Dominik Otremba), Persona (alias Constantin John).

Ob kleine, gemütliche Lesung oder abendfüllende Veranstaltung, Fachgespräch oder Performance, Buchhandlung oder Konzertbühne, Festival oder Theater: »Kachelbads Erbe« wird in jedem Raum zu einem anderen Erlebnis.

Pressestimmen:

»Ein Plädoyer für eine neue Literatur des Gefühls.« ZDF aspekte, 23.08.2019

»"Kachelbads Erbe" ist aus dem leuchtenden Stoff, aus dem Weltliteratur entsteht: Faszinierendes Gedankenspiel, Wissenschaft, Poesie, Philosophie, Magie.« Marion Brasch, MDR Kultur, 16.09.2019

»"Kachelbads Erbe" spiegelt das sich neigende Anthropozän wie kein anderer Text unserer Gegenwart. Klar, schmerzhaft und doch schön.« Philipp Theisohn, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2019

»Der Roman ist eine scharfsinnige Auseinandersetzung mit menschlichen Geltungsbedürfnissen im Angesicht der Vergänglichkeit. Am Ende steht nicht der Weltschmerz, sondern ein Plädoyer für das lustvolle Erinnern, für die Transformation in Literatur. Das macht die Lektüre mehr als lohnenswert.« Loreen Dalski, SWR 2 Lesenswert Magazin, 22.09.2019

»Fantastisch.« Jochen Overbeck, Spiegel Online, 05.08.2019

»Die Sprache von Otremba ist schön und unaufdringlich.« Gerrit Bartels, Deutschlandfunk Kultur, 14.08.2019

»Starke Geschichte.« Mona Ameziane, WDR 1Live stories, 29.09.2019

»Das mächtigste, faszinierendste und überraschendste Buch seit Jahren.« Christiane Falk, Radio 1 (rbb), 11.08.2019

»Dies ist definitiv ein Buch, wie man es vorher noch nicht im Regal stehen hatte.« Katharina Granzin, Frankfurter Rundschau, 21.08.2019

»Otremba flicht das Übernatürliche so beiläufig in die Wirklichkeit ein, dass es kaum auffällt.« Luise Checchin, Süddeutsche Zeitung, 06.11.2019

»Ein wunderbares Buch, irgendwo in einem Wurmloch zwischen „Cloud Atlas“ und Michael Crichton.« Christian Seidl, Berliner Zeitung, 12.08.2019

»Sehr, sehr lesenswert.« WDR3 Tonart, 16.11.2019

»Sein bislang ambitioniertestes Werk.« Falter, 11.09.2019

»Eine ganz eigene Art des Erzählens, die bei aller Vielschichtigkeit nie den roten Faden aus dem Blick lässt - ein Fest in Form wie Inhalt.« Musikexpress, 12.12.2019

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